Aufnahmevorraussetzungen

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei den Freiwilligen Feuerwehren um einen Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, die ehrenamtlich bei der Feuerwehr tätig sind. Eine Freiwillige Feuerwehr löscht das Feuer nicht anders als eine Berufsfeuerwehr, nur die Einsatzhäufigkeit ist in der Regel nicht so hoch. Bei den meisten Freiwilligen Feuerwehren gibt es dennoch keine Einstellungsprüfung. Aufgenommen werden kann, wer die Feuerwehrdiensttauglichkeit besitzt.

Feuerwehrdiensttauglich ist, wer den körperlichen und geistigen Anforderungen gewachsen ist. Die gesundheitliche Eignung wird häufig nicht weiter definiert.

Die UVV Feuerwehren sagt im §14 aus: „Für den Feuerwehrdienst dürfen nur körperlich und fachlich geeignete Feuerwehrangehörige eingesetzt werden.“ Die Erläuterungen dazu grenzen die körperliche und fachliche Eignung etwas ein:„Maßgebend für die Forderung sind die landesrechtlichen Bestimmungen. Entscheidend für die körperliche und fachliche Eignung sind Gesundheitszustand, Alter und Leistungsfähigkeit. Bei Zweifeln am Gesundheitszustand soll ein mit den Aufgaben der Feuerwehr vertrauter Arzt den Feuerwehrangehörigen untersuchen.“ Die fachlichen Voraussetzungen erfüllt, wer für die jeweiligen Aufgaben ausgebildet ist und seine Kenntnisse durch regelmäßige Übungen und erforderlichen falls durch zusätzliche Aus- und Fortbildung erweitert. Dies gilt insbesondere für Atemschutzgeräteträger, Taucher, Maschinisten, Drehleitermaschinisten, Motorkettensägenführer. Zur fachlichen Voraussetzung gehört auch die Kenntnis der Unfallverhütungsvorschriften und der Gefahren des Feuerwehrdienstes. Besondere Anforderungen an die körperliche Eignung werden insbesondere an Feuerwehrangehörige gestellt, die als Atemschutzgeräteträger, als Taucher oder als Ausbilder in Übungsanlagen zur Brandbekämpfung Dienst tun. Die körperliche Eignung dieser Personen ist nach den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen festzustellen und zu überwachen: Für Atemschutzgeräteträger nach G 26 „Atemschutzgeräte“, für Taucher nach G 31 „Überdruck“ und für Ausbilder in Übungsanlagen zur Brandbekämpfung nach G 26 Atemschutzgeräte“ und G 30 „Hitzearbeiten“. Siehe auch UVV „Arbeitsmedizinische Vorsorge“

(GUV-V A 4, bisher GUV 0.6).“

Viele Feuerwehren nehmen inzwischen an Programmen wie Fit For Firefighting teil, um die körperliche Leistungsfähigkeit ihrer Mitglieder zu verbessern und zu erhalten. Weiterhin muss man Gemeindeeinwohner/in sein. Z.T. ist es auch möglich, in die Feuerwehr der Arbeitsortes einzutreten. Dadurch soll die Verfügbarkeit an Einsatzkräften tagsüber verbessert werden. Das früheste Eintrittsalter in den aktiven Feuerwehrdienst liegt, je nach Land, zwischen 16 und 18 Jahren. Ebenfalls je nach Land muss man den Dienst mit 60 bis 62 Jahren beenden.